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Protest geht weiter: Ärzteverbände gegen Eingriff in die Therapiefreiheit

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Berlin, 10. Oktober 2012 - Die Allianz der Ärzteverbände hat sich für eine Fortsetzung der Protestaktionen entschieden. Neben dem langfristigen Wunsch nach einer transparenten Bezahlung der ärztlichen Leistung zu festen Preisen, wehren sich die Mediziner insbesondere gegen Eingriffe der Krankenkassen in die Therapiehoheit der Ärzte.

Beispiel Grippeimpfung: In mehreren Bundesländer kann nicht geimpft werden, weil der Kassen-Impfstoff fehlt. (© thongsee - Fotolia.com)

„Immer wieder sind Ärzte von Regressen betroffen, wenn sie Arzneien oder Medikamente verschreiben, die – aus Sicht der Krankenkassen – zu teuer sind oder wenn von den Kassen andere Medikamente als die verordneten zur Behandlung vorgeschrieben werden. Das geht inzwischen so weit, dass Krankenkassen sich z. B. für Impfstoffe entscheiden, die dann gar nicht lieferbar sind. „Wir sind dafür ausgebildet, Patienten zu helfen – es darf nicht sein, dass Krankenkassen in unsere Therapien eingreifen. Damit gefährdet man die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten“, kritisiert Dr. Dirk Heinrich, Sprecher der Allianz der Ärzteverbände und Vorsitzender des NAV-Virchow-Bundes.

Chaos um Grippeimpfstoffe trifft Risikopatienten

In den Bundesländern Bayern, Schleswig-Holstein und Hamburg steht nach wie vor der vorgesehene Grippeimpfstoff für Kassenpatienten nicht oder wenn, dann nur in nicht ausreichender Menge zur Verfügung. Insbesondere für Risikopatienten, wie ältere Menschen und chronisch kranke Patienten, kann dies Probleme mit sich bringen. „Die Grippeimpfung sollte zwischen September und November verabreicht werden. Dieser Zeitraum verkürzt sich nun durch die Lieferverzögerungen um mindestens ein Drittel, für die meisten sogar noch erheblich stärker, da im Moment noch gar nicht absehbar ist, wann genügend Grippeimpfstoff zur Verfügung steht“, erläutert Heinrich. „Gerade Ältere und Patienten mit einer chronischen Erkrankung haben oft nur ein relativ schmales Impffenster, weil sie im Herbst aufgrund ihres geschwächten Immunsystems häufig unter Infekten leiden und während dieser Zeit nicht geimpft werden dürfen. Der Beginn der Grippeimpfsaison Anfang September ist deshalb sinnvoll und wichtig, um möglichst jedem Risikopatienten die Chance zu geben, eine infektfreie Zeit für die Impfung zu erwischen.“ So trifft der Mangel an verfügbaren und geeigneten Grippeimpfstoffen vor allem diejenigen, für die der Impfschutz besonders wichtig ist. „Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem die Sparpolitik der Kassen die Gesundheit unserer Patienten möglicherweise gefährdet“, warnt Heinrich. „Das können wir nicht akzeptieren.“

Abhängigkeit von einem Hersteller vermeiden

Den Bezug von Grippeimpfstoffen an Rabattverträge zu koppeln, hat in den drei von Lieferschwierigkeiten betroffenen Bundesländern zu einer Situation geführt, die aus medizinischer Sicht nicht hinnehmbar sei. „Bei der Grippeimpfung handelt es sich um eine vorbeugende Maßnahme, die in einem bestimmten Zeitraum verabreicht werden sollte“, erklärt Heinrich. „Ist dies nicht möglich oder treten Verzögerungen auf, geht dies zu Lasten der Patientenversorgung. Bei Grippeimpfstoffen muss sichergestellt sein, dass Anfang September geeignete Impfstoffe zur Verfügung stehen. Da es bei der komplexen Impfstoffherstellung aber immer wieder zu Produktionsschwierigkeiten bei einzelnen Impfstoffen und damit auch Lieferverzögerungen – wie im Moment – kommen kann, war es ein Fehler, sich durch den Abschluss von Rabattverträgen von einem Hersteller abhängig zu machen.“ Bis zum Jahr 2011 konnten Ärzte den Impfstoff über Apotheken bestellen. Zu Engpässen bei der Versorgung mit Grippeimpfstoffen war es bis dahin nicht gekommen.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Sean Monks
Koordinierungsstelle Aktionstag
Tegernseer Landstraße 138
81539 München
Fon: (08 9) 64 24 82 - 16
Mobil: 0172 - 89 68 477
Fax: (08 9) 64 24 82 - 4 16
E-Mail: s.monks@monks.de
www.praxisteams-deutschland.de
www.facebook.com/praxisteams

Klaus Greppmeir
Koordinierungsstelle der Ärzteverbände
NAV-Virchow-Bund
Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Fon: (03 0) 28 87 74 - 0
Mobil: 0173 - 700 92 68
Fax: (03 0) 28 87 74 - 1 13
E-Mail: klaus.greppmeir@nav-virchowbund.de
www.nav-virchowbund.de

Die freien Verbände vertreten insgesamt über 100.000 niedergelassene Ärzte (in alphabetischer Reihenfolge):

Allianz deutscher Ärzteverbände (Berufsverband der Deutschen Internisten, Bundesverband der Ärztegenossenschaften, Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände, Hartmannbund, Medi Deutschland, NAV-Virchow-Bund) Bayerischer Facharztverband, Berufsverbandes Deutscher Neurochirurgen e.V. (BDNC), Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e. V., Berufsverband der Dermatologen, Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU), Berufsverband der Fachärzte für Kardiologie in freier Praxis e.V., Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), Berufsverband der Frauenärzte (BVF), Berufsverband der HNO-Ärzte, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland e. V. (bkjpp), Berufsverband niedergelassener fachärztlich tätiger Internisten e.V. (BNFI), Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN), Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN), Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP), Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh), Berufsverband niedergelassener Chirurgen (BNC), Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (bng), Bundesverband Ambulantes Operieren, Bundesverband hausärztlicher Internisten e.V. (BHI), Bundesverband der Pneumologen (BdP), Bundesverband niedergelassener Diabetologen (BVND), Bundesverband Niedergelassener Hämatologen und Onkologen (BNHO), Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK), Facharzt Allianz Bayern (FAABY), Freie Ärzteschaft e.V., Gesundheitsnetz Süd e.G., GFB Bayern, NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V., Spitzenverband der Fachärzte (SpiFa)

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

NAV-Virchow-Bund
Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.
Leiter der Pressestelle: Klaus Greppmeir
Pressereferenten: Julia Bathelt, Thomas Hahn
Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Fon: (0 30) 28 87 74 - 0
Fax: (0 30) 28 87 74 - 1 15
E-Mail: presse@nav-virchowbund.de
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